Kolonisation und Infektion human-pathogener Pilze

Innerhalb des Schwerpunktprogrammes untersuchen 15 verschiedene Arbeitsgruppen aus 11 Städten die Infektionsmechanismen der human-pathogenen Pilze Aspergillus fumigatus, Candida albicans, Candida glabrata und Microsporidia.
Innerhalb des Schwerpunktprogrammes untersuchen 15 versch. Arbeitsgruppen aus 11 Städten die Infektionsmechanismen der human-pathogenen Pilze Aspergillus fumigatus, Candida albicans, Candida glabrata und Microsporidia.

Fakultativ pathogene Pilze gewinnen immer mehr an Bedeutung in der Medizin als Auslöser opportunistischer Infektionen bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Viele dieser Pilze kommen fast überall in der uns umgebenden Umwelt vor, einige kolonisieren auch die Schleimhäute von Menschen als eigentlich harmlose saprophytische Kommensalen. Die Pathogenese dieser pilzlichen Infektionen wird sowohl durch spezifische Faktoren und Eigenschaften des Pilzes bestimmt als auch durch den Zustand des Immunsystem des Wirtes. Die Bedeutung und relativen Anteile der angesprochenen Faktoren bei der Pilzinfektion sind unbekannt. Daher hat sich das Schwerpunktprogramm 1160 zum Ziel gesetzt, die Mechanismen von durch opportunistisch pathogenen Pilzen verursachten Infektionen aufzuklären. Verschiedenste Aspekte pilzlicher Infektionen von der Besiedlung bis zur Verbreitung und Vermehrung im Wirt werden auf molekularer Ebene beleuchtet. Die vollständige Sequenzierung von Genomen wichtiger pathogener Pilze vereinfacht nun die Analyse der Infektion, selbst auf globaler Ebene. Die Forschungsvorhaben innerhalb des Schwerpunktprogrammes werden unter Umständen zur Identifizierung von Zielmolekülen führen, die eine verbesserte Diagnose, Therapie und Prophylaxe menschlicher Mykosen ermöglichen.

Das Schwerpunktprogramm richtet sich an Mikrobiologen, Zellbiologen und Mediziner. Deren Erfahrung und Expertise soll einen Beitrag dazu leisten, die noch vielen ungeklärten Fragen bezüglich pilzlicher Infektionen aufzuklären. Die Projekte innerhalb des Schwerpunktprogrammes umfassen vor allem Aspekte der Infektion von in Europa medizinisch wichtigen Pilzen der Gattungen Candida, Aspergillus und Microsporidia. Die Projekte lassen sich in folgende Forschungsschwerpunkte aufteilen:

Metabolismus und Morphogenese human-pathogener Pilze

Für den Infektionsprozess wichtige metabolische Vorgänge, deren Regulation und ebenso bedeutende morphologische Veränderungen werden hier untersucht.

Für den Infektionsprozess wichtige metabolische Vorgänge, deren Regulation und ebenso bedeutende morphologische Veränderungen werden hier untersucht.

Potentielle Pathogenitätsfaktoren werden auf Ebene der Gene und Proteine untersucht und deren Rolle in Infektionsmodellen untersucht.

Interaktion zwischen dem human-pathogenen Pilz und dem Immunsystem

Mechanismen der Erkennung pilzlicher Erreger durch das angeborene Immunsystem und anschließende Immunreaktionen werden in geeigneten Modellen untersucht.