22.02.2018 // 16:00 Uhr // Science & Society
Abbe Center Beutenberg

Thea Dorn

Sehnsucht nach Unsterblichkeit

Die Geschichte der menschlichen Zivilisation lässt sich als eine Geschichte der fortschreitenden Emanzipation des Menschen von der Natur erzählen. Krankheiten und Behinderungen werden bspw. weniger als Schicksal hingenommen, können mithilfe medizinisch-technischer Hilfsmittel sogar immer erfolgreicher bekämpft werden. Ist es vor diesem Hintergrund nicht konsequent, den Tod als den größten Feind des Menschen zu betrachten, den es zu besiegen gilt? Leben wir doch auch in einer Kultur, in der die religiösen Verheißungen vom ewigen Leben im Jenseits ihre Strahlkraft verloren haben.

Dieser Frage nach Unvergänglichkeit geht die Schriftstellerin Thea Dorn in ihrem Vortrag „Sehnsucht nach Unsterblichkeit“ nach. Sie beleuchtet zum einen, welche Auswirkungen die leibliche Unsterblichkeit auf unseren Begriff vom Menschsein hätte und hinterfragt zum anderen, ob der „ewige Mensch“ nicht Gefahr laufen würde, ewig zu erstarren. Denn „Leben“ steht im Allgemeinen für etwas, das entsteht und wieder vergeht, um Neuem Platz zu machen.

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