Informationen zum Corona-Virus (SARS-CoV-2)

Stand: 03.04.2020, 08:00 Uhr

Die Informationslage zum neuartigen Corona-Virus führt verständlicherweise zu Fragen und Verunsicherungen auch bei Mitarbeiter*innen des Leibniz-HKI. Hier informiert das Leibniz-HKI über aktuelle Maßnahmen und Hinweise im Zusammenhang mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2).

Generell ist in der aktuellen Situation ein besonnenes und umsichtiges Verhalten wichtig.

Bitte informieren Sie sich deshalb regelmäßig über den aktuellen Stand auf den unter "Wichtige Links" angegebenen Webseiten staatlicher Behörden und Einrichtungen.

Notbetrieb am Leibniz-HKI ab 20.03.2020, 18.00 Uhr

Die aktuellen staatlichen und kommunalen Maßnahmen zur Minderung des Infektionsrisikos haben drastische Auswirkungen auf den Betrieb des Leibniz-HKI. Nur durch konsequente Vermeidung von Personenkontakten („social distancing“) können unser Gesundheitssystem vor einer drohenden Überlastung und Sie persönlich vor Erkrankung geschützt werden.

Vor diesem Hintergrund ordnet der Vorstand des Leibniz-HKI an: Der reguläre Institutsbetrieb mit Präsenz vor Ort wird ab Freitag, 20.03.2020, 18.00 Uhr vorerst eingestellt und alle Mitarbeiter werden in das Homeoffice versetzt.

Die Abteilungs- und Gruppenleiter haben Personen benannt, die alle essentiellen Dienste und Funktionen am Institut aufrechterhalten. Dies betrifft u.a.:

  • Warenannahme
  • Gebäudetechnik und Laborinfrastruktur
  • Tierversuchs- und Fermentationsanlagen
  • Nationales Referenzzentrum für invasive Pilzinfektionen

Folgende Rufnummern bleiben besetzt:

  • Allgemeine Anfragen: 03641 532 1000
  • Personalbüro: 03641 532 1018
  • Gebäudetechnik und Laborinfrastruktur: 0170 7450490
  • IT-Zugang: 03641 532 0111
  • Warenannahme: 03641 532 1030

Bestellungen sind ab sofort nicht mehr möglich. Ab 23.03.2020 ankommende Ware wird in der Warenannahme gelagert.

Bitte beachten Sie ferner:

  • Dienstreisen werden derzeit nicht genehmigt.
  • Urlaubsreisen in die von der Stadt Jena festgelegten Risikogebiete werden nicht genehmigt.
  • Jeglicher Lehrbetrieb ist bis auf Weiteres vollständig eingestellt.
  • Sämtliche Veranstaltungen am Leibniz-HKI sind bis auf Weiteres abgesagt.

Die Lage wird vom Vorstand ständig neu bewertet und die Dauer des Notbetriebs der Lage angepasst. Mit heutigem Stand gilt die Anordnung voraussichtlich bis zum 19. April 2020. Bitte informieren Sie sich daher regelmäßig auf unserer Website www.leibniz-hki.de und auch durch gegenseitige Benachrichtigung über den aktuellen Stand.

Bitte beachten Sie folgende praktische Hinweise:

  • Richten Sie auf Ihrem Diensttelefon eine Rufumleitung auf 0110 ein, dort erfolgt eine automatische Ansage.
  • Ergänzen Sie Ihre Mailsignatur um einen Hinweis, z.B.:

    Auf Grund der SARS-CoV-2-Pandemie bin ich derzeit nur stark eingeschränkt erreichbar. Es kann zu Verzögerungen bei der Beantwortung von Emails kommen. Bitte informieren Sie sich auf www.leibniz-hki.de zur aktuellen Lage.

    Due to the SARS-CoV-2 pandemic I am currently only available to a very limited extent. There may be delays in answering e-mails. Please inform yourself on www.leibniz-hki.de about the current situation.

  • Beenden Sie laufende Experimente und hinterlassen Sie ihren Arbeitsplatz sauber und ordentlich.
  • Fahren Sie Ihre Rechner herunter.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Webmail-Zugang https://webmail.hki-jena.de
  • Nutzen Sie die Zeit im Homeoffice für die Erledigung von Schreibarbeiten und die Organisation ihrer beruflichen Aktivitäten nach Wiederaufnahme des Normalbetriebs.

Für die Arbeit im Homeoffice gilt:

  • Regelungen zum Arbeits- und Unfallverhütungsschutz sind einzuhalten.
  • Erreichbarkeit durch den Leiter der jeweiligen Struktureinheit während der üblichen Dienstzeiten ist zu gewährleisten.
  • Wer einen Tag zur Erledigung persönlicher Angelegenheiten braucht, muss Urlaub nehmen. Dieser ist nach Rückkehr an den Arbeitsplatz im ZEUS nachzutragen.
  • Krankmeldungen erfolgen auch während der Dauer des Notbetriebs an das Personalbüro, Krankenscheine sind schnellstmöglich im Personalbüro einzureichen.

Bitte informieren Sie das Personalbüro unverzüglich, wenn bei Ihnen oder einer direkten Kontaktperson eine Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt wurde.

Wir bitten Sie auch um sozialen Zusammenhalt, trotz „social distancing“. Eine Herausforderung wie diese können wir nur gemeinsam meistern. Bitte nehmen Sie Rücksicht aufeinander und unterstützen Sie diejenigen, die Hilfe brauchen.

Leitlinien der Bundesregierung zur Beschränkung sozialer Kontakte

Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder fassen am 22. März 2020 folgenden Beschluss.

Die rasante Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) in den vergangenen Tagen in Deutschland ist besorgniserregend. Wir müssen alles dafür tun, um einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Dafür ist die Reduzierung von Kontakten entscheidend.  
 
Bund und Länder verständigen sich auf eine Erweiterung der am 12. März beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte:

  1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren
  2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten
  3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet
  4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich
  5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den 
    Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden
  6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause
  7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich
  8. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen
  9. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

Bund und Länder werden bei der Umsetzung dieser Einschränkungen sowie der Beurteilung ihrer Wirksamkeit eng zusammenarbeiten. Weitergehende Regelungen aufgrund von regionalen Besonderheiten oder epidemiologischen Lagen in den Ländern oder Landkreisen bleiben möglich. 
 
Bund und Länder sind sich darüber im Klaren, dass es sich um sehr einschneidende Maßnahmen handelt. Aber sie sind notwendig und sie sind mit Blick auf das zu schützende Rechtsgut der Gesundheit der Bevölkerung verhältnismäßig.  
 
Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder danken insbesondere den Beschäftigten im Gesundheitssystem, im öffentlichen Dienst und in den Branchen, die das tägliche Leben aufrecht erhalten sowie allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Bereitschaft, sich an diese Regeln zu halten, um die Verbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen.   

Sonntag, 22. März 2020

Wichtige Links
Podcasts und Medien
Downloads
Hygienemaßnahmen

Es wird dringend empfohlen, sich an die üblichen Hygienemaßnahmen zu halten, die auch vor einer Influenza-Infektion schützen:

  • Verzichten Sie darauf, sich die Hände zu geben.
  • Halten Sie eine gute Händehygiene ein und waschen Sie die Hände mit ausreichend Seife und Wasser.
  • Verwenden Sie für die Händedesinfektion handelsübliche Mittel. Sind diese nicht verfügbar, empfiehlt die WHO die behelfsmäßige Herstellung nach einer der folgenden Rezepturen:
  • Halten Sie die Husten-/Niesetikette ein (Armbeuge statt Hand).
  • Verwenden Sie Taschentücher nur einmal und entsorgen Sie sie sicher.
  • Halten Sie 1 bis 2 Meter Abstand zu anderen Personen und vermeiden Sie insbesondere engen Kontakt mit Personen, die an einer Atemwegsinfektion erkrankt sind.

Weitere Informationen zu den üblichen Hygienemaßnahmen finden sich hier.

Risikogebiete

Aktuell gibt es verschiedene Gebiete, in denen es zu einer Häufung von Erkrankungen kommt. Eine vom Robert Koch-Institut (RKI) ständig aktualisierte Liste der Risikogebiete finden Sie hier.

Die Stadt Jena hat durch Allgemeinverfügung die Liste der vom RKI benannten Risikogebiete erweitert. Diese erweitere Liste gilt für das Leibniz-HKI (siehe Downloadbereich). Sie umfasst aktuell:

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Berlin
  • Hamburg
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • alle Staaten außerhalb der Bundesrepublik Deutschland

Die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes (AA) finden Sie hier.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn mein Kind wegen des Coronavirus die Kinderbetreuungseinrichtung oder Schule nicht besuchen kann?
  • Sofern das Kind bestätigt an COVID-19 erkrankt ist, sind die obigen Maßgaben für Personen, die in Kontakt mit einem Erkrankten waren, zu beachten. Bei einer sonstigen Erkrankung des Kindes gelten die bekannten Regelungen (vgl. Urlaub, Krankheit, weitere Abwesenheitsgründe – Arbeitsbefreiung wegen Erkrankung eines Kindes).
  • Beschäftigte, die zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben müssen, weil die Kinder wegen Anordnungen der Gesundheitsbehörden Betreuungseinrichtungen oder Schulen nicht mehr besuchen sollen bzw. dürfen oder weil die Schule/Betreuungseinrichtung aufgrund des Coronavirus geschlossen wurde, können im Rahmen einer Kulanzregelung des Leibniz-HKI bis zu zehn Arbeitstage unter Fortzahlung des Gehaltes vom Dienst freigestellt werden, wenn ansonsten eine Betreuung nicht sichergestellt werden kann. Diese zehn Tage werden nicht auf die Regelung zur Zahlung von Krankengeld bei Erkrankung des Kindes angerechnet. Soweit neben der Kinderbetreuung Tätigwerden im Home-Office möglich ist, ist diese Möglichkeit wahrzunehmen.
  • Die vorgenannten Regelungen gelten für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. Über Änderungen, die vom Gesetzgeber im Rahmen des aktuellen Infektionsgeschehens vorgenommen werden, wird die Belegschaft kurzfristig informiert. Das Leibniz-HKI wird bei der Auslegung der geltenden gesetzlichen Regelungen seinen Ermessensspielraum nutzen und strebt einzelfallbezogene Kulanzlösungen an.
Was passiert, wenn ich unter Quarantäne gestellt werde oder nicht nach Hause reisen kann?
  • Beschäftigte unter Quarantäne in Deutschland (nur wenn vom Gesundheitsamt angeordnet) sind unter Fortzahlung des Gehalts vom Dienst freigestellt.
  • Beschäftigte unter Quarantäne außerhalb Deutschlands (nur aufgrund sicherheitsbehördlicher Anordnung im Sinne von Quarantänemaßnahmen) sind unter Fortzahlung des Gehalts freigestellt.
  • Sind Beschäftigte im Urlaub von Quarantäne-Maßnahmen betroffen, wird der Urlaub ab diesem Zeitpunkt abgebrochen und durch eine Freistellung „ersetzt“.
  • Beschäftigte, denen die Rückreise aus dem Ausland aufgrund sonstiger sicherheitsbehördlicher Anordnungen nicht möglich ist, sind unter Fortzahlung des Gehalts vom Dienst freigestellt. Sofern die Rückreise aus sonstigen Gründen nicht möglich ist, sind die weiteren Schritte mit dem Personalbüro abzustimmen.
  • Eine vom Vorstand veranlasste Schließung des Instituts hat keinen Einfluss auf die Entgeltfortzahlung. Die Zahlung der Gehälter ist technisch sichergestellt.
Soll ich eine genehmigte Dienstreise absagen?

Das hängt davon ab, ob es sich um eine Dienstreise in ein Risikogebiet handelt. Genehmigungen für Dienstreisen in Risikogebiete werden bis auf Weiteres nicht erteilt, ggf. bestehende sind widerrufen worden. Dienstreisen in andere Gebiete sind eigenverantwortlich weiterhin möglich. Aufgrund der dynamischen Entwicklung sind Empfehlungen für die Zukunft aktuell nicht möglich. Müssen bereits gebuchte Dienstreisen aus Gründen, die der Dienstreisende nicht zu vertreten hat, storniert werden, können die Kosten (bei Verbindung einer Privatreisen mit der Dienstreise nur der dienstliche Teil) erstattet werden. Bitte beachten Sie, dass Sie verpflichtet sind, alle Möglichkeiten zu ergreifen, um die Kosten möglichst gering zu halten (z. B. rechtzeitig stornieren und nicht erst kurz vor Reisebeginn).

Soll ich eine Reiserücktrittskostenversicherung für eine zukünftige Dienstreise abschließen?

Die Kosten einer Reiserücktrittskostenversicherung werden aufgrund der Regelungen des Thüringer Reisekostenrechts nicht erstattet. Im Übrigen würde eine solche Versicherung in der Regel nur für den Fall einer eigenen schweren Erkrankung bezahlen. Nicht versichert sind die Sorge vor einer Erkrankung oder Reisen in Länder, für die das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausgesprochen hat. Viele Anbieter schließen zudem Epidemie- bzw. Pandemie-Szenarien aus. Es empfiehlt sich - nach aktuellem Kenntnisstand -, voll flexible bzw. stornierbare Tickets zu erwerben. Die anfallenden Mehrkosten können im Rahmen der Reisekostenerstattung geltend gemacht werden. Bitte vermerken Sie auf der Reisekostenabrechnung, dass die Buchung des teureren Tickets aufgrund der dynamischen Entwicklung der Verbreitung des Coronavirus erforderlich war.

Was hat eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter zu beachten, wenn sie oder er bestätigt an COVID-19 erkrankt?

Erkrankte Beschäftigte melden sich regulär krank. Der Grund einer Arbeitsunfähigkeit ist zwar grundsätzlich Privatsache, aber aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers kann sich ein Anspruch darauf ergeben zu erfahren, ob jemand an COVID-19 erkrankt ist, um Kolleginnen und Kollegen vor einer Ansteckung zu schützen. Bitte helfen Sie mit, die Verbreitung des Virus nach Möglichkeit einzudämmen und legen Sie eine Infektion gegenüber Ihrem Arbeitgeber offen.

Was geschieht mit dem Arbeitsplatz eines Beschäftigten, der bestätigt an COVID-19 erkrankt?

Der Arbeitsplatz des Beschäftigten (Büro, Labor, Werkstatt, etc.) ist sofort nach Kenntnis der bestätigten Erkrankung abzuschließen und eine weitere Nutzung ist untersagt. Dies gilt auch für gemeinschaftlich genutzte Arbeitsplätze wie Gemeinschaftsbüros etc. Vor der Wiederaufnahme der Benutzung muss eine Flächenreinigung mit Desinfektionsmitteln erfolgen. Bitte benachrichtigen Sie hierzu die Beauftragte für Biologische Sicherheit (Dr. Sina Gerbach, sina.gerbach@leibniz-hki.de, 03641 532 1335.