Nischenspezifische Soffwechseladaptation bei Candida albicans

C. albicans passt seinen Stoffwechsel schnell auf die sich ständig ändernden Nährstoffbedingungen der vielfältigen und komplexen Wirtsnischen an. Daher ist die Aktivierung von entscheidenden Stoffwechselfunktionen nischenspezifisch. C. albicans-Zellen exprimieren während der Invasion von Schleimhäuten Gene der Glykolyse, des Tricarbonsäurezyklus‘ und der Fettsäure-β-Oxidation. Hingegen sind C. albicans-Populationen im Blutstrom und während des Wachstums als Biofilm heterogen und ihr Stoffwechsel ist abhingig von ihrer unmittelbaren Wirtsnische oder ihres Alterungsstadiums. Die verfügbaren Nährstoffe ändern sich vermutlich, sobald C. albicans von einer kommensalen in eine infektiöse Form wechselt, typischerweise durch schwerwiegende Veränderungen in der assoziierten schützenden Mikrobiota oder bei Individuen mit Immundefekten. In welcher Form sich die Adaptation des Stoffwechsels bei C. albicans vollzieht ist bisher noch unbekannt. Unser Ziel ist es daher, i) die nischenspezifischen metabolischen Fingerabdrücke und ii) die Veränderungen im Nährstoffaustausch zwischen C. albicans und dem Wirt und der assoziierten Mikrobiota zu verstehen, die den Infektionsprozess auslösen.

C. albicans kann sich an verschiedene Wirtsnischen mit jeweils unterschiedlichem Nährstoffangebot anpassen. Unter Verwendung ausgewählter Modelle der Wirt-Pilz-Interaktion untersuchen wir Stoffwechselprozesse, die mit dem Kommensalismus und der Pathogenität assoziiert sind.

Mitarbeiter*innen

Bettina Böttcher