Fungal Informatics

Pilze sind eine diverse Gruppe von Organismen. Sie spielen eine entscheidende Rolle in ökologischen Kreisläufen und der industriellen Produktion, können jedoch auch Krankheiten in Pflanzen und Tieren erzeugen. Ein unterschätztes Problem hierbei sind insbesondere Pilzinfektionen im Menschen, welche jedes Jahr mehr Tote verantworten als beispielsweise Tuberkulose oder Malaria (Quelle: gaffi.org). Während nur wenige Pilzspezies sich zu Kommensalen des Menschen entwickelt haben, leben die Mehrheit der Pilze größtenteils unabhängig vom Menschen. Dies schließt jene Pilze ein, welche Infektionen im Menschen hervorrufen können. Das Ziel unserer Juniorgruppe Fungal Informatics, welche von Dr. Amelia Barber geleitet wird, ist es, zu verstehen wie Pilze aus der Umwelt (z. B. wie Aspergillus fumigatus, Fusarium spp. und Rhizopus spp.) in Abwesenheit eines evolutionären Selektionsdrucks, Krankheiten im Menschen erzeugen können. Dazu kombinieren wir experimentelle mit computerbasierten Herangehensweisen und fokussieren uns insbesondere auf:

  • Die ökologischen Interaktionen (inklusive mikrobiellen Gemeinschaften), die die Humanpathogenität von Umweltpilzen prägen
  • Die genomische und phänotypische Beziehung zwischen Isolaten humanpathogener Pilze aus der Umwelt und der Klinik
  • Die Nutzung von Vergleichsgenomforschung und maschinellem Lernen, um die Lebensweisen und die Pathogenität von Pilzen zu verstehen

Mitarbeiter*innen

Amelia Barber
Phillip Brassington
Ailton Pereira da Costa Filho

Förderung

Die Mittel werden vom Exzellenzcluster Balance des Mikroversums (EXC 2051) bereitgestellt, das im Rahmen der deutschen Exzellenzstrategie gefördert wird.