Forschung für die Globale Gesundheit

Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John zu Besuch am Institut

Von links nach rechts: Pierre Stallforth, Christian Hertweck, Axel Brakhage, Colette Boos-John, Elke Jäcksch; Anna Schroll

Der Standort Jena mit seinen über 20 Forschungseinrichtungen steht seit über 100 Jahren im Fokus der Wissenschaft und Industrie. Deshalb haben wir uns ganz besonders über den Besuch der Thüringer Wirtschaftsministerin Colette Boos-John am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Leibniz-HKI zum gestrigen Europatag gefreut.

Wir nutzten die Gelegenheit, einige der EU-finanzierten Projekte vorzustellen, die zur Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze beitragen und Zukunftsvisionen zu teilen. So konnte 2023 ein durch EFRE-Mittel gefördertes bildgebendes Massenspektrometer für die Abteilung Biomolekulare Chemie angeschafft werden. Neben diesem Gerät besuchte die Ministerin auch die Transfergruppe Antiinfektiva und die Thüringer Forschungsgruppe Robotikgestützte Entdeckung von Antiinfektiva, die ebenfalls maßgeblich von den Investitionen profitieren.

Die EU-geförderte Infrastruktur ermöglicht, neue Naturstoffe zu entdecken, ein Verständnis von mikrobiellen Ökosystemen und deren Rolle in Gesundheit und Krankheit aufzubauen, sowie zielgerichtete Therapien zu entwickeln. „Unsere Wissenschaftler*innen arbeiten an neuen Therapien gegen Infektionskrankheiten, die insbesondere in Zeiten globaler Gesundheitskrisen wie neuer Erreger oder zunehmenden Antibiotikaresistenzen von unschätzbarem Wert sind. Darüber hinaus leisten wir mit unserer Forschung einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Wirtschaft, indem wir Innovationen fördern, Start-ups unterstützen und hochqualifiziertes Personal für die Thüringer High-Tech Industrie schaffen. In diese Wertschöpfungskette zu investieren lohnt sich nachhaltig für Bund und Land“, so Institutsdirektor Axel Brakhage. Die Europäische Union stärkt mit zahlreichen Forschungsförderprogrammen nicht nur das Leibniz-HKI, sondern die Spitzenforschung in ganz Thüringen.

Mit EFRE-Mitteln wurde ein bildgebendes Massenspektrometer finanziert