Protein steigert Risiko für altersbedingte Sehstörung

Bessere Risikoabschätzungen und gezielte Therapien möglich

Brille vor einem Sehtest, Quelle: unsplash

Die sogenannte altersbedingte Makuladegeneration gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen. Sie trifft Menschen ab etwa 65 und führt zu schweren Sehverlusten am Fleck des schärfsten Sehens (Makula). Dort sammeln sich giftige Abfallprodukte – auch Oxidationsprodukte genannt – an.

Ein Abfallprodukt ist Malondialdehyd (MDA). In früheren Studien fanden die Forscher*innen heraus, dass ein Teil des angeborenen Immunsystems – der sogenannte Komplementfaktor H – dieses Abfallprodukt MDA bindet und damit eine Entzündung verhindert.

In der aktuellen Untersuchung entdeckten Wissenschaftler*innen des Leibniz-HKI und der medizinischen Universität Wien, dass ein Protein namens CFHR1 in diesen Schutzmechanismus eingreift: Das Protein bindet ebenso an das Abbauprodukt MDA. Dadurch kann der Komplementfaktor H seine abschirmende und schützende Wirkung nicht ausüben und die Entzündung nicht verhindern.

Durch diese Erkenntnisse sind bessere Risikoabschätzungen und gezielte Therapien möglich. Beispielsweise könnte die präventive Einnahme von Antioxidantien helfen.

Beteiligte Wissenschaftler*innen am Leibniz-HKI

Prof. Dr. Peter F. Zipfel

Abteilungsleiter Infektionsbiologie

Telefon: +49 3641 532-1301 E-Mail: peter.zipfel@leibniz-hki.de

Prof. Dr. Christine Skerka

Stellvertretende Abteilungsleiterin Infektionsbiologie

Telefon: +49 3641 532-1164 E-Mail: christine.skerka@leibniz-hki.de

Ramona Rudnick

Andrea Hartmann

Infektionsbiologie

Telefon: +49 3641 532-1177 E-Mail: andrea.hartmann@leibniz-hki.de

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