Prädikat für Personalpolitik

Auszeichnung würdigt Engagement für Chancengleichheit

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Vier Frauen stehen auf einer Treppe, die vorderen halten Urkunden auf denen groß Total E-Quality steht.
Die Gleichstellungsbeauftragten Christine Vogler, Leibniz-HKI (links) und Kerstin Wagner, Leibniz-FLI (rechts) empfingen in Erfurt zusammen mit Elke Jäcksch, Verwaltungsdirektorin am Leibniz-HKI und Rosa Herbst, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte am Leibniz-HKI, die Total E-Quality Prädikate. Quelle: Leibniz-HKI

Die Jenaer Leibniz-Institute für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie — Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI) und für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (Leibniz-FLI) sind am 25. Oktober in Erfurt erneut mit dem „Total E-Quality“-Prädikat (TEQ) ausgezeichnet worden. Damit bestätigt der bundesweit tätige Verein „Total E-Quality Deutschland“ den beiden Forschungsinstituten bereits zum vierten Mal, dass sie in ihrer Personal- und Organisationspolitik Chancengleichheit und Vielfalt erfolgreich verankert haben.

„Innovative und kreative Forschung gelingt nur, wenn alle daran beteiligt werden – unabhängig von Herkunft, Nationalität, Geschlecht, Religion oder Alter“, betont Christine Vogler, Gleichstellungsbeauftragte am Leibniz-HKI. „Chancengleichheit ist für das Leibniz-HKI daher auch eine Voraussetzung für wissenschaftliche Exzellenz. Wir wollen allen Mitarbeitenden die besten Arbeitsbedingungen bieten.“

Zusammen mit ihrer Kollegin Kerstin Wagner, Gleichstellungsbeauftrage am Leibniz-FLI, nahm sie am Dienstag in Erfurt das Prädikat entgegen. „Wir sind stolz, dass wir über die Jahre hinweg unseren hohen Standard bei der Gleichstellungsarbeit halten konnten und noch weiter ausgebaut haben. Durch beispielsweise umfangreiche Maßnahmen zur Integration neuer Beschäftigter und zur Stärkung des gesunden Miteinanders unter allen Beschäftigten leben wir eine Organisationskultur, die auf den Werten Vielfalt, Fairness, Toleranz und Wertschätzung beruht“, so Wagner. Das FLI gehört mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus etwa 40 Ländern zu den Leibniz-Instituten mit dem höchsten Ausländeranteil. „Die Vereinbarkeit der kulturellen Vielfalt aber auch von Beruf und Privatleben der Beschäftigten liegt uns sehr am Herzen.“

Beide Institute erhalten die Auszeichnung bereits zum vierten Mal, zum dritten Mal mit dem Zusatzprädikat „Diversity“, womit die Wertschätzung der Vielfalt der Mitarbeitenden ausgezeichnet wird.

In ihrer Begründung für das Leibniz-HKI hebt die Jury hervor, dass ein Drittel der Mitarbeitenden aus dem Ausland kommt und das Geschlechterverhältnis im wissenschaftlichen Bereich ausgeglichen ist sowie der Frauenanteil in Führungspositionen in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert wurde. Strukturierte Promotionsprogramme, Wiedereinstiegsgarantien nach Familienphasen, Abschlussförderung sowie aktive Rekrutierung und Ansprache von Wissenschaftlerinnen seien am Institut etablierte Maßnahmen.

Am Leibniz-FLI überzeugte die Jury besonders die strategisch und strukturell verankerte und durchgehend in allen organisationalen Prozessen integrierte Chancengleichheit. Das Engagement für Gleichstellung ist über alle Beschäftigtengruppen hinweg sichtbar und wird durch die Integration in das Compliance Management System des FLI zusätzlich sichergestellt. Die Jury lobte weiterhin die über alle Aktionsfelder hinweg genutzten Möglichkeiten einer lokalen und internationalen Vernetzung, beispielweise im Jenaer Bündnis für Familie, im Dual-Career-Netzwerk Thüringen, innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft oder europaweit bei EURAXESS.

Die Verleihung des Total E-Quality Prädikats stand in diesem Jahr unter dem Motto „Generationenvertrag Chancengleichheit" und widmete sich der Gestaltung einer geschlechter- und diversitätsgerechten Arbeitswelt für die Zukunft. Bundesweit wurden 59 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden ausgezeichnet, darunter zahlreiche Institute der Leibniz-Gemeinschaft.

Das „Total E-Quality“-Prädikat wird jährlich durch den Verein „Total E-Quality Deutschland“ vergeben. Die Auszeichnung gilt für jeweils drei Jahre und ist das Ergebnis eines umfangreichen Bewerbungsprozesses, der in diesem Jahr erstmals online stattfand. Das Leibniz-FLI war seit Mai 2021 an dem Pilot-Projekt zur Digitalisierung der TEQ-Bewerbung - als Repräsentant für außeruniversitäre Forschungsinstitute – beteiligt.

Mitarbeiter*innen

Rosa Herbst
Elke Jäcksch
Christine Vogler

Beteiligte Forschungseinheiten

Pressekontakt

Ronja Münch

Akkreditierung

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