Entwicklung einer nächsten Generation von Antituberkulotika durch Metabolismus-geleitete Leitstruktur-Optimierung von Benzothiazinonen

Die Forschergruppe Next-Gen-BTZ ist in die Struktureinheit Transfergruppe Antiinfektiva integriert.

Next-Gen-BTZ beschäftigt sich mit der rationalen Entwicklung neuer Wirkstoffgenerationen gegen Mycobacterium tuberculosis, den Erreger der Tuberkulose. Zusätzlich werden im Rahmen der Arbeiten bisher unbekannte Wirkstoffabbauwege auf molekularer Ebene studiert, um die Wirksamkeit und Wechselwirkungen in der klinischen Entwicklung befindlicher Antituberkulosewirkstoffe besser verstehen und vorhersagen zu können.

Die Forschergruppe Next-Gen-BTZ wird vom Freistaat Thüringen mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert.

DDP – Drug-Development-Project

Die Auffindung neuer Wirkstoffe mit völlig neuen Wirkmechanismen ist eine der größten Herausforderungen für die weitere Verbesserung der Gesundheit des Menschen im globalen Maßstab. Das Leibniz-HKI stellt sich mit seinen Haupt-Forschungsfeldern mikrobielle Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie mit Schwerpunkt human-pathogene Pilze dieser Herausforderung und verfügt durch eine konsequente strategische Weiterentwicklung des Institutskonzepts sowohl in personeller als auch infrastruktureller Hinsicht über die hierfür erforderliche kritische Masse und Wettbewerbsfähigkeit.

Mit dem Drug-Development-Package werden die derzeit leistungsfähigsten am Markt verfügbaren Technologien gebündelt, die es gestatten, systematisch neue Hemmstoffklassen mit hoher Zielstruktur-Spezifität zu finden und zu optimieren. Im Zusammenspiel mit bereits etablierten Methoden der biologischen Testungen, biotechnologischen Herstellung, Expertise in Medizinalchemie, ADME-Charakterisierung und tierexperimentellen Versuchen besteht damit eine lückenlose Prozesskette, die dem Standort einen Wettbewerbsvorteil sichert.

Das Vorhaben wird gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.