Stoffwechselsignale und Virulenznetzwerke

Eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist eine Grundvoraussetzung für die Persistenz von C. albicans im humanen Wirt. Die Anpassung an und die Vermehrung in nährstoffarmen Wirtsnischen ist nicht nur entscheidend für das Überleben, sondern auch für die Infektiosität des Pilzes. So hat C. albicans eine bemerkenswerte metabolische Plastizität entwickelt, wie z.B. die Fähigkeit, gleichzeitig bevorzugte und nicht-bevorzugte Kohlenstoffquellen zu nutzen oder sein Wachstum schnell von einem auf einen anderen Nährstoff umzustellen. Insbesondere interessieren wir uns für i) die molekularen Mechanismen der metabolischen Anpassung von C. albicans und ii) die Stoffwechseländerungen, die mit dem Übergang vom Kommensalen zum Pathogenen einhergehen.

Candida albicans kann verschiedene Nährstoffe des Wirts schnell wahrnehmen, aufnehmen und metabolisieren. Die Aufnahme extrazellulärer Nährstoffe löst häufig Signalkaskaden aus, die mit Virulenznetzwerken konvergieren, was letztlich zu invasivem Wachstum und Infektionen führt.
Abbildung aus Alves et al., PLoS Pathogens 2020